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Die Morsezeichen der Zikaden

Sieben Erzählungen - Mit Lesebändchen
Verkaufsrang36252inRoman-Erzählung-Antholog.
BuchGebunden
82 Seiten
Deutsch
Dravaerschienen am15.03.2016
Unterwegs an den verletzbaren Rändern Europas, quer durch vier Länder hindurch - es sind die umkämpften Gebiete entlang einer imaginären Grenze, die in Die Morsezeichen der Zikaden zu Schauplätzen einer anderen Evidenz werden. Neben Armenien, Georgien und der Ukraine gehört auch ein Dorf an der ungarisch-rumänischen Grenze zu dem umkreisten Territorium der Teilungen und Trennungen.
In sieben Erzählungen schreibt Barbara Eder über das Leben,
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Produkt

KlappentextUnterwegs an den verletzbaren Rändern Europas, quer durch vier Länder hindurch - es sind die umkämpften Gebiete entlang einer imaginären Grenze, die in Die Morsezeichen der Zikaden zu Schauplätzen einer anderen Evidenz werden. Neben Armenien, Georgien und der Ukraine gehört auch ein Dorf an der ungarisch-rumänischen Grenze zu dem umkreisten Territorium der Teilungen und Trennungen.
In sieben Erzählungen schreibt Barbara Eder über das Leben, Sterben, Arbeiten und Auswandern aus den verwundeten Zonen zwischen Asien und Europa, seinem Westen und seinem Osten. Die Protagonistinnen und Protagonisten der Geschichten morsen von Kriegsschauplätzen aus, wühlen in familiären Phantasmen, durchleben den Irrsinn von nicht enden wollenden Odysseen, kämpfen mit den Betriebsanleitungen von dysfunktionalen Vehikeln gleichermaßen wie mit den Stigmata ihrer Herkunft, werfen ihre Existenzen weg, finden sich anderswo wieder und machen weiter.
Es sind Außenseiter, Zurückgelassene oder durch Zufall in den Peripherien der ehemaligen Sowjetunion Gestrandete, die die Autorin in ihrem Buch zu Wort - und damit auch zur Sprache - kommen lässt. Diese ist nicht selten gebrochen und mit Wörtern aus anderen Sprachen durchsetzt. Es werden Zäsuren im Erzählfluss gesetzt, in der zeitweilig zerhackten Syntax manifestiert sich das Stocken der Rede in Anbetracht einer neuen Realität, die von Geld, Korruption und Entsolidarisierung beherrscht ist. Am Ende gibt es keine Gewissheiten mehr: Das Vertraute ist fremd geworden, die Mimikry ans Neue misslungen. Was bleibt, sind starke Affekte und eine existenziell irrwitzige Freiheit. Man nimmt sie sich nicht - man wird in sie gestoßen.
Details
ISBN/EAN978-3-85435-780-3
ProduktartBuch
EinbandartGebunden
Verlag
Erscheinungsjahr2016
Erscheinungsdatum15.03.2016
Seiten82 Seiten
SpracheDeutsch
Artikel-Nr.8038128

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Inhalt/Kritik

LeseprobeUnten bleiben, so lange wie möglich. Den Atemreflex unterdrücken und mit ihm alle anderen Automatismen des Organismus, tief unten, schwerelos, allein und auf sich gestellt. Unten bleiben, meinte auch Marco. Anders kann man hier den harten Winter nicht überleben, in den Senkkästen am Rande dieser Stadt. Seit Beginn der Versorgungskrise waren sie alle auf Tauchstation, mit Blick von unten auf diese Welt....mehr

Autor

Barbara Eder, geboren 1981 in Wien. Autorin, Essayistin, Übersetzerin. Studium der Soziologie und der Philosophie in Kombination mit Filmwissenschaft und Gender Studies in Wien, Berlin und Frankfurt/Main. Lektorin an Universitäten in Wien, Linz, Klagenfurt, Düsseldorf, Oldenburg, Debrecen (Ungarn) und Jerewan (Armenien). Sie schreibt für Zeitungen, Zeitschriften und Sachbücher und programmiert im Open-Source-Bereich. Der Erzählband Die Morsezeichen der Zikaden ist ihr literarisches Debüt.