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Die wundersame Päpstin

Ein Schelmenroman
Verkaufsrang158880inRoman-Erzählung-Antholog.
BuchGebunden
240 Seiten
Deutsch
Verfügbare Formate
BuchGebunden
EUR21,00
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Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich die Sixtinische Kapelle betrat. Nie zuvor hatte ich so etwas Wunderbares gesehen. Ich war überwältigt. Und mich erfasste Schwindel. (Aber vielleicht hatte ich auch nur den Kopf zu weit in den Nacken gedrückt, um besser sehen zu können.) Endlich kam Kardinal Montani dazu, mir die Bilder der Sixtina zu erklären, was er schon seit langem immer wieder vergeblich hatte angehen wollen....mehr

Produkt

KlappentextEs war das erste Mal in meinem Leben, dass ich die Sixtinische Kapelle betrat. Nie zuvor hatte ich so etwas Wunderbares gesehen. Ich war überwältigt. Und mich erfasste Schwindel. (Aber vielleicht hatte ich auch nur den Kopf zu weit in den Nacken gedrückt, um besser sehen zu können.) Endlich kam Kardinal Montani dazu, mir die Bilder der Sixtina zu erklären, was er schon seit langem immer wieder vergeblich hatte angehen wollen. Die Hände auf den Gemälden an der Decke musst du dir ansehen ... diese wunderbaren Hände, die alles verraten, was das Antlitz verbirgt! Und auch der Kardinal Staatssekretär an meiner anderen Seite bemühte sich, mir die Bilder verständlich zu machen. Sehen Sie die nackten Jünglinge an der Decke Michelangelo wusste ja mit ihnen mehr anzufangen als mit einer Frau! fügte er anzüglich hinzu. Sind die für die bestimmt, die hier den nächsten Papst wählen? Das große Altarbild, erklärte Kardinal Montani am nächsten Tag, gibt nicht nur den Lauf der Welt wieder, sondern zeigt die Zustände zur Zeit Michelangelos. Von Luther hat er gewusst und von Kopernikus. Die Erde war nicht mehr der Mittelpunkt der Welt und der Mensch nicht mehr Mittelpunkt der Erde! Und der Kardinal Staatssekretär versuchte heimlich seinen Arm um meine Hüfte zu legen und ertastete beinahe meine Brust: Sehen Sie am Altarbild diese Maria Magdalena im Kreis der Patriarchen, Sybillen und Jungfrauen ... zur rechten Hand Jesu Christi? Sehen Sie, wie dieser athletisch gebaute Mann seinen Kopf in ihren Schoß drückt? Was ist das? Die Gebärde eines Schutzsuchenden? Oder ein Cunnilingus? Am Tage des Jüngsten Gerichts, zur Rechten des Weltenrichters: seine Lippen auf ihrer Scham!
Details
ISBN/EAN978-3-85129-809-3
ProduktartBuch
EinbandartGebunden
Erscheinungsjahr2009
Erscheinungsdatum09.03.2009
Seiten240 Seiten
SpracheDeutsch
Artikel-Nr.2861262

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Inhalt/Kritik

LeseprobeEs war das erste Mal in meinem Leben, dass ich die Sixtinische Kapelle betrat. Nie zuvor hatte ich so etwas Wunderbares gesehen. (...) Endlich kam Kardinal Montani dazu, mir die Bilder der Sixtina zu erklären, was er schon seit langem immer wieder hatte angehen wollen. "Die Hande auf den Gemälden an der Decke musst du dir ansehen ... diese wunderbaren Hände, die alles verraten, was das Antlitz verbirgt!" (......mehr

Autor

Ernst Brauner wurde 1928 in Wien geboren. Studium der Philosophie, Germanistik, Theaterwissenschaften; Dissertation: »Zur Asthetik des Films«. Beruflich in der Medienbranche als Chefredakteur und Verlagsleiter tätig. Veröffentlichungen: Lyrik (»Frauen«), Theater (»Oratorium fur Wolfe«, »Rosenbaum, König der Juden«), Fernseh-Produktionen (»Das Kreuz«, »Der Kardinal«), Romane »Die Schalen des Zorns«, »Der Bund«, zuletzt bei Wieser: »Struldbrugs - eine Chronik aus den ersten Jahrzehnten des dritten Jahrtausends«).
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