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Ketzerisches Venedig in Klagenfurt

Die Dante Alighieri Gesellschaft lädt im Robert-Musil-Haus zur Buchpräsentation mit Dott. Cristina Gregorin "Ketzerisches Venedig. Zwischen Reformation und Inquisition", Claudius Verlag Büchertisch Kärntner Buchhandlung Klagenfurt

Wir haben Frau Dott. Gregorin, die ihre Doktorarbeit in Düsseldorf über „Venedig als Erinnerungs-thema in der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts“ verfasst hat, bei unserem Besuch der Tintoretto – Ausstellung in Venedig als besonders engagierte und kompetente Führerin kennengelernt.
Ihr Interesse für das kulturelle Erbe ihrer Heimatstadt zeigt sie nicht nur in der erwähnten Doktorarbeit, sondern auch in der Zusammenarbeit mit der Kulturkommission des Europarates im Rahmen der Faro-Konvention.
In dem vorliegenden, ihrem 2. Buch (davor erschien der photographische Band „Die Gärten von Venedig“ ebenfalls in Deutscher Sprache) führt uns die Autorin zu wenig bekannten Orten der Lagunenstadt und zeigt dabei auch die Beziehungen der Serenissima zu den anderen Religions-gemeinschaften, die im Laufe der Jahrhunderte in Venedig tätig waren, auf. Wie z.B. die Wiedertäufer, die deutsche oder die niederländische Gemeinde, die Waldenser etc.
Die Reformation hat hier unterschiedliche Ausprägungen erfahren, wobei gesagt werden kann, dass in Italien dem Helvetischen Bekenntnis (Calvin, Zwingli) gegenüber den Lutheranern eine größere Bedeutung zukam. Bei den Beziehungen dieser Gemeinden zu den Behörden der Serenissima spielten selbst-verständlich auch wirtschaftliche Aspekte eine große Rolle, vertraten diese Religionsgemeinschaften doch auch unterschiedliche Staaten, zu denen die Republik Wirtschafts- und Handelsbeziehungen unterhielt.
Schließlich wird auch die Rolle der Buchdruckerei in Venedig hervorgehoben, die entscheidenden Anteil an der Verbreitung der Lehren von Luther, Calvin etc. in Venedig und weit darüber hinaus hatte. Denn über den Hafen und den Handel verbreitete Venedig auch Bücher dieser und anderer Autoren.
Das reich illustrierte Buch eignet sich auch hervorragend als besonderer „Reisebegleiter“ durch die Lagunenstadt.

Cristina Gregorin
arbeitet als Kunstführerin in Venedig. Ihr kunsthistorischer Hintergrund und ihre Verwurzelung in Venedigs Kulturbetrieb garantieren Tiefgang und genaue Fachkenntnis. Gekonnt zieht sie immer wieder überraschende Parallelen zwischen Stadtgeschichte, Architektur und Kunstgeschichte.

Buchdetails:
Luthers Schriften lösten im Italien der frühen Neuzeit eine heftige und brisante Diskussion aus. Jede von der offiziellen katholischen Kirchenlehre abweichende Ansicht wurde als Irrlehre hart bestraft. Wer wegen seines evangelischen Glaubens von der Inquisition verfolgt wurde, entschied sich häufig für einen Widerruf und lebte seinen Glauben fortan im Geheimen. Gegenüber ausländischen Protestanten zeigte sich Venedig ungleich toleranter: Gottesdienste waren in den Vertretungen möglich, offizielle Kontrollen im Umfeld des "Fondaco dei Tedeschi" (dem deutschen Handelshaus) unterblieben.
Der opulent gestaltete Führer stellt jene Orte vor, an denen die neue Botschaft des Evangeliums entstand, welche das Leben von Patriziern und Intellektuellen, Künstlern und einfachen Bürgern veränderte. Er erinnert an die ersten mutigen Schritte zur Freiheit des Denkens - weg von den dogmatischen Vorgaben, die von weltlichen Institutionen wie auch von der Römischen Kirche aufgezwungen wurden.

Uhrzeit19:00
VeranstaltungsortRobert Musil-Literatur Museum
Bahnhofstraße 50
9020
Klagenfurt
ThemenbereichReligion Theologie

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Ketzerisches Venedig

Ketzerisches Venedig

Zwischen Reformation und Inquisition
Verkaufsrang360inReligion - Theologie
5
BuchGebunden128 SeitenDeutsch
EUR20,60
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